Kreisfeuerwehr Verbandsversammlung

 2466 Einsätze haben die 131 Feuerwehren des Landkreises Biberach im Jahr 2009 gemeistert und dabei mehr als 400 Menschen das Leben gerettet. Landrat Dr. Heiko Schmid, Landtagsabgeordneter Peter Schneider und Verbandvorsitzender Klaus Merz würdigten das Engagement der gut 5500 Feuerwehrangehörigen.
Von unserem Mitarbeiter   Wolfgang Manecke
Landrat Dr. Heiko Schmid hob bei der Hauptersammlung des Kreisfeuerwehrverbands in der Festhalle in Wain besonders die Professionalität der Feuerwehrangehörigen hervor: Trotz mehrerer gefährlicher Einsätze wurden nur sieben Floriansjünger im Dienst verletzt. Wie gut die Feuerwehren ausgebildet sind, habe auch die Katastrophen-Vollübung der Wehren aus den Landkreisen Biberach, Ravensburg und Sigmaringen im September 2009 gezeigt.
Kritisch setzte sich der Landrat mit dem Landestrend zu größeren Leitstellen auseinander. Dies sei zwar aus „Kostengesichtspunkten“ verständlich, der Landkreis halte indes um der Sicherheit seiner Bürger willen an der Kreisleitstelle fest.
 

Landtagsabgeordneter Peter Schneider (CDU) skizzierte in seinem Beitrag etliche gesetzliche Neuregelungen, etwa den Kostenersatz für Feuerwehreinsätze bei Autounfällen; das bringe den Gemeinden Mehreinnahmen von rund 3,6 Millionen Euro. Stabil, sagte Schneider, blieben auch die Zahlungen aus der Feuerschutzsteuer. Man rechne im Haushaltsjahr 2010/11 mit Einnahmen von rund 48 Millionen Euro.

Bislang ungelöst ist das Thema Feuerwehrführerschein. Der Gesetzgeber muss sich an eine Vorgabe der europäischen Führerscheinrichtlinie halten, die für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen die kostenträchtige „qualifizierte Sonderfahrberechtigung“ fordert. „Wenn der Bund nicht mit einer ordentlichen Regelung kommt“, versprach Schneider, dann müsse der Landtag eben eine „Fahrberechtigung“ bis 7,5 Tonnen für Feuerwehrangehörige und Rettungsdienste festlegen. Die umfasse lediglich eine kurze praktische, feuerwehreigene Ausbildung und Prüfung.
Verbandsvorsitzender Klaus Merz und Verbandsgeschäftsführer Alfons Christ berichteten den 360 Feuerwehrangehörigen und zahlreichen Ehrengästen in der Halle über die wichtigsten Ereignisse des abgelaufenen Jahres. Herausragend sei vor allem das 19. Kreisfeuerwehrfest Anfang Juli in Warthausen gewesen, verbunden mit dem 200-jährigen Bestehen der dortigen Feuerwehr.
Weitere Beiträge lieferten Kassier Florian Hofmann, der Kreisobmann der Altersabteilungen, Anton Miller, sowie Andreas Bochtler für den verhinderten Kreisstabführer Alexander Heiter. Kreisjugendleiter Klaus Merk berichtete über die 692 Jugendlichen in den 44 Jugendfeuerwehren des Landkreises. Dort habe es vereinzelt Alkoholprobleme gegeben. „Wer sich daneben benimmt“, betonte Merk, „wird sofort nach Hause geschickt.“
Einstimmig billigte die Versammlung schließlich eine umfangreiche Satzungsänderung. Klaus Merz stellte die neugewählten Kommandanten vor und Geschäftsführer Christ nannte Termine und Veranstaltungen des laufenden Jahres. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Spielmannszug der Feuerwehr Laupheim unter der Stabführung von Franziska Schwarz.
Ehrennadel für Romer
Eine hohe Ehrung gab es für den früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Franz Romer. Seit 20 Jahren ist Romer „Stammgast“ bei den Versammlungen des Kreisfeuerwehrverbands. „Er war immer da und ist ein Freund“, würdigte Vorsitzender Klaus Merz den verlässlichen Partner der Feuerwehr. Für diese Treue zeichnete Merz den ehemaligen Abgeordneten mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands aus.

Quelle: www.szon.de



Veröffentlicht am:
13:53:04 02.03.2010 von Benedikt Locher

Letzte Aktualisierung
13:55:30 02.03.2010